Entwässerung eines Einfamilienhausgrundstücks

manhole-cover-283838_640Bei der Planung der Bebauung eines Einfamilienhaus Grundstücks muss bereits die Entwässerung von Haus und Grundstück berechnet werden. Entsprechende Unterlagen sind zusammen mit dem Bauantrag an die Gemeinde einzureichen. Das ist deshalb nötig, weil die Gemeinden stets darauf achtgeben müssen, dass nicht zu viel bebaute Fläche in ihrem Gemeindegebiet vorhanden ist.

Denn bebaute Fläche ist immer versiegelte Fläche. Auf versiegelter Fläche kann kein Wasser in das Erdreich eindringen. Demzufolge muss die Gemeinde dafür sorgen, dass das Wasser anderweitig abgeführt werden kann. Entsprechend umfangreich dimensionierte Kanalisation ist erforderlich. Mit entsprechenden Kosten. Deshalb werden mit der Baugenehmigung auch stets die Quadratmeter an maximal zu versiegelnder Fläche vorgeschrieben.

Niederschlagswasser muss auf dem eigenen Grundstück versickern

Im Grundsatz gilt, dass jeglicher auf dem eigenen Grundstück niedergehender Regen auf dem Grundstück selbst versickern muss. Dafür hat der Grundstückseigentümer zu sorgen. Und das muss er bereits mit dem Bauantrag nachweisen. Das gilt auch dann, wenn er für das Regenwasser entsprechende Auffangbehälter bereithält.

Um dieser gesetzlichen Festlegung Rechnung zu tragen, dürfen Fallrohre beispielsweise nicht in Richtung Nachbargrundstück geführt werden, wenn dadurch die Möglichkeit besteht, dass das eigene Regenwasser zum Nachbarn fließt. Besonders problematisch ist diese Festlegung dann, wenn etwa 2 Grundstückseinfahrten, die in Beton ausgeführt wurden, nebeneinanderliegen. Deren Gefälle muss so bemessen sein, dass sich eine Wasserscheide ergibt.

Wie zu erkennen ist, sind dafür umfangreiche ingenieurtechnische Berechnungen erforderlich. Diese beziehen ein, welche Regenmenge im Durchschnitt auf dem Grundstück niedergehen wird und wie viel Quadratmeter dieser Regen benötigt, um in der Erde zu verschwinden.

Eine Dränage bauen

Lässt sich mit natürlichem Gefälle, entsprechender Sickerfläche oder Regenauffanggruben nicht erreichen, dass der Regen auf dem eigenen Grundstück bleibt, muss dieser geleitet werden. Hilft das alles nicht, muss eine mehr oder weniger aufwändige Dränage eingerichtet werden. Hierbei werden durchlöcherte Rohre entsprechenden Querschnitts auf dem Grundstück eingegraben.

Sie liegen in einem großzügig bemessenen Sandbett. Der Regen wird in die Rohre geleitet und gelangt so in den Sand unter der Erde. Er kann dort versickern. So eine Dränage es nicht nur aufwändig beim Anlegen, sie muss auch regelmäßig gespült werden. Damit der Schmutz aus der Regenrinne nicht die Rohre verstopft.